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 Spielberichte
gaesslerha Offline

Fan

Beiträge: 195

13.05.2008 23:14
MAZ ZR LFC A-Jun Gewinner Brandenburg-Pokal Antworten

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Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 13.05.2008 Seite 19

Fußball Landespokal 2007/2008

FINALE DER A-JUNIOREN: David gewinnt gegen Goliath

Ludwigsfelder FC – FC Strausberg 6:5 nach Elfmeterschießen (2:2, 2:2)

LUDWIGSFELDE -

Seine Mannschaft habe eine Chance, meinte LFC-Coach Michael Dischereit vor dem Anpfiff. „Wenn sie die taktischen Vorgaben einhält.“ Die lauteten: defensiv stehen, auf Konter lauern und die sich daraus ergebenden Chancen auch nutzen. „Die müssen kommen. Strausberg ist der Favorit.“

Strausberg, Brandenburgliga-Konkurrent des LFC, ist noch nah dran am Landesmeistertitel ’08, als Tabellendritter nur einen einzigen Zähler hinter Spitzenreiter Fürstenwalde. Der LFC ist als Achter jenseits von Gut und Böse. Deshalb hatte er alle Anstrengungen auf den Pokalwettbewerb gerichtet.

Ehe sich der Favorit Strausberg versah, führte die Dischereit-Elf mit 2:0. Nach einem Ludwigsfelder Fast-Eigentor (1.) wurde auf der anderen Seite Michel Lange im Strafraum gefoult. Rico Berger setzte den Elfmeter eiskalt zum 1:0 (2.) in die Maschen. Elf Minuten waren vorbei, als Strausbergs Keeper Alexander Müller einen Schuss von Maximilian Schmidt prallen ließ, was der energisch nachsetzende Sebastian Otto mit dem 2:0 bestrafte. Otto war es auch, der im 1. Durchgang die einzige weitere Chance der Platzherren hatte. Er scheiterte aber an Müllers glänzendem Reflex. Da lief schon die Nachspielzeit von Hälfte 1, die ansonsten den vehement und immer gefährlich anrennenden Strausbergern gehörte. Der LFC verteidigte mit Mann und Maus. Was nur in der 35. Minute erfolglos blieb. Nach einem weiten Einwurf wuchtete Tobias Theilemann die Kugel per Kopf zum 2:1 ins Netz.

Auch nach der Pause hielt der Gast das Zepter in der Hand. In der 55. Minute war die rechte Deckungsseite des LFC nicht auf der Höhe der Aufgaben. Silvan Küter hatte so vom linken Strafraumwinkel freie Schussbahn und platzierte das Leder zum 2:2 im langen Eck. Strausberg schien nun die größeren Kraftreserven zu besitzen. Zum entscheidenden Treffer führte das aber nicht.

In die zweimal 15-minütige Verlängerung startete der LFC mit der „zweiten Luft“ und entschieden mehr Druck. Zu notieren blieb aber nur eine Gelb-Rote Karte gegen Maximilian Quint (105.), sodass der LFC die 2. Halbzeit der Verlängerung mit einem Mann weniger überstehen musste. Der Strausberger Steve Georges hatte völlig allein gelassen nach einem Freistoß das Siegtor auf dem Kopf, zielte aber zu hoch (117.). LFC-Schlussmann André Wendt meisterte einen Schuss von Tony Frontzek aus nächster Nähe (118.), dann bat Schiedsrichter Jan Seidel aus Potsdam zum Elfmeterschießen. Hier schien sich die Gunst Fortunas zur Strausberger Seite zu neigen, als Lucien Auerswald als dritter LFC-Schütze an Torsteher Müller scheiterte. Dann aber parierte Wendt den vierten Gästestrafstoß von Alexander Lichtnow. Küter trat zum zehnten Versuch vom Punkt an und jagte den Ball an die Querlatte.

Was folgte, waren unbeschreiblicher Jubel beim „David“ Ludwigsfelde, tiefe Enttäuschung und Tränen beim spielerisch überlegenen, aber letztlich gescheiterten „Goliath“ Strausberg.

(Von Manfred Mohr)


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